Anlass
Mit der 20-Franken-Silbermünze „Winter“ setzt die Schweiz ihre vierteilige Serie „Vier Jahreszeiten“ fort. Die zweite Ausgabe erschien am 22. Oktober 2026 und widmet sich der kältesten Jahreszeit. Swissmint verbindet auf dieser Münze eine Schneeflocke, den winterlichen Sternenhimmel und den Kreislauf der Natur. Die Ausgabe in Stempelglanz besteht aus 999er Silber und ist auf nur 8.000 Exemplare begrenzt.
Warum sind die Tage im Winter kürzer und kälter? Der Grund liegt in der Neigung der Erdachse um etwa 23,5 Grad. Während des Winters ist die Nordhalbkugel von der Sonne weg geneigt. Die Sonnenstrahlen treffen flacher auf die Erde, und die Tage sind kürzer. Genau diesen Wechsel der Jahreszeiten greift die Schweizer Münzserie auf. Jede ihrer vier Ausgaben zeigt eine andere Jahreszeit und verwendet dafür eine der vier Landessprachen der Schweiz.
Motiv
Im Mittelpunkt der Bildseite steht eine große Schneeflocke. Von ihrem Zentrum gehen sechs Arme sternförmig nach außen. Jeder Arm verzweigt sich in kleinere, symmetrisch angeordnete Äste. Die feinen Linien erinnern an die unterschiedlichen Formen echter Schneekristalle, die entstehen, wenn Wasserdampf in kalter Luft gefriert.
Im Zentrum der Schneeflocke ist eine kleine Weltkarte zu erkennen. Sie zeigt die Erde mit Blick auf die Südhalbkugel und verdeutlicht, wie die Stellung unseres Planeten zur Sonne die Jahreszeiten beeinflusst. Hinter der Schneeflocke befindet sich das Wintersechseck. Diese große Sternenkonstellation besteht aus sechs besonders hellen Sternen, die sich am Winterhimmel zu einer annähernd sechseckigen Figur verbinden lassen.
Rund um das Motiv stehen die Wörter „ENVIERN“, „DECEMBER“, „SCHANER“ und „FAVRER“. Sie stammen aus dem Rätoromanischen, einer der vier Schweizer Landessprachen, und bedeuten Winter, Dezember, Januar und Februar. Die Verwendung dieser Sprache erinnert zugleich an die kulturelle Vielfalt der Schweiz.
Die Wertseite zeigt den Kreislauf der vier Jahreszeiten in Form einer Pflanze. Ihre verschiedenen Entwicklungsstufen sind kreisförmig um eine freie Fläche in der Münzmitte angeordnet. Neben Zweigen mit Blättern und Blüten befinden sich auch kahle, verzweigte Äste. Der winterliche Abschnitt ist besonders hervorgehoben und besitzt eine polierte Oberfläche. Er steht für die Ruhephase vieler Pflanzen während der kalten Monate.
Am Rand der Wertseite verläuft die Inschrift „CONFOEDERATIO HELVETICA“, der lateinische Name der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Hinzu kommen der Nennwert „20 FR“, die Jahreszahl 2026 und das Münzzeichen „B“ für Bern.
Details
Die Silbermünze „Vier Jahreszeiten – Winter“ 2026 wird von Swissmint in Bern geprägt. Sie besteht aus 999/1000 Silber, wiegt 20 Gramm und hat einen Durchmesser von 33 Millimetern. Die Ausführung in Stempelglanz wird von Swissmint als „unzirkuliert“ bezeichnet und im Blister ausgegeben.
Die Serie begann am 11. Juni 2026 mit der Ausgabe „Sommer“. Auf deren Bildseite steht die Sonne im Mittelpunkt, während die Wintermünze eine Schneeflocke zeigt. Beide Ausgaben besitzen eine gemeinsame Grundgestaltung der Wertseite, auf der jeweils die passende Phase des Pflanzenwachstums hervorgehoben wird.
Eine weitere Besonderheit der Serie ist die Verbindung von Naturkunde und den Schweizer Landessprachen. Während die Sommerausgabe ihre Inschriften auf Italienisch trägt, verwendet die Wintermünze rätoromanische Bezeichnungen. Die vier Münzen sind als zusammengehörige Reihe gestaltet.
Auflage
Die Auflage der Schweizer 20-Franken-Silbermünze 2026 „Vier Jahreszeiten – Winter“ in Stempelglanz beträgt nur 8.000 Exemplare.
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