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Münzen des Deutschen Reiches 1933–1945

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Historische Münzen und Banknoten aus der Zeit von 1933 bis 1945

Münzen und Banknoten aus der Zeit des Dritten Reiches sind ein sensibles Sammelgebiet. Sie gehören zur deutschen Zeitgeschichte und müssen mit der nötigen Sachlichkeit betrachtet werden. Für viele Sammler steht dabei nicht die bloße Münze im Vordergrund, sondern das Zeitzeugnis aus einer dunklen und belasteten Epoche.

 

Gesammelt werden in diesem Bereich vor allem Reichspfennig, Reichsmark und Geldscheine, wie sie damals tatsächlich im Umlauf waren. Die Stücke zeigen, wie Geld in dieser Zeit aussah und welche politischen Zeichen und Gestaltungen damals auf Münzen und Banknoten verwendet wurden.

 

Sachliche und zeitgeschichtliche Einordnung

Die auf einzelnen Münzen und Geldscheinen sichtbaren Kennzeichen und Symbole sind Teil der damaligen Prägungen und Ausgaben. Wir bilden diese Stücke ausschließlich zur sachlichen zeitgeschichtlichen und numismatischen Darstellung ab. Eine Verherrlichung, Billigung oder propagandistische Verwendung ist damit ausdrücklich nicht verbunden.

 

Die Abbildungen zeigen die Münzen und Banknoten so, wie sie in der Zeit im Umlauf waren. Gerade bei historischen Zeitzeugnissen gehört es zu einer ehrlichen und vollständigen Darstellung, solche Merkmale nicht zu verfälschen oder auszublenden. Nur so lassen sich die Stücke korrekt einordnen und als Zeitdokumente verstehen.

 

Die Silber-Umlaufmünzen: 2 und 5 Reichsmark, 1933 bis 1939

Von 1933 bis 1939 prägte das Deutsche Reich Silber-Umlaufmünzen zu 2 und 5 Reichsmark, beide in 900/1000 Feinsilber. Die 2-Reichsmark-Münze wiegt 8 Gramm bei 5 Gramm Feinsilber und 25 mm Durchmesser, die 5-Reichsmark-Münze 13,88 Gramm bei 12,49 Gramm Feinsilber. Am weitesten verbreitet sind zwei Motive: die Potsdamer Garnisonkirche, die an die Reichstagseröffnung vom 21. März 1933 erinnert, eine symbolträchtige Zeremonie, die als "Tag von Potsdam" in die Geschichte einging, sowie das Porträt des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, geprägt nach dessen Tod 1934 in den Jahren 1935 bis 1939. Numismatisch seltener und für Sammler besonders interessant sind die Ausgaben zum 450. Geburtstag Martin Luthers (1933) und zum 175. Geburtstag Friedrich Schillers (1934). Nach Kriegsbeginn 1939 endete die Silber-Umlaufprägung, kriegsbedingt wurde das Metall anderweitig benötigt. Die Prägebuchstaben entsprechen dem seit dem Kaiserreich üblichen System: A für Berlin, D für München, E für Muldenhütten, F für Stuttgart, G für Karlsruhe, J für Hamburg.

 

Reichsmark und Reichspfennig: Wert und Preis

Bei den Silbermünzen zu 2 und 5 Reichsmark richtet sich der Wert zunächst nach dem enthaltenen Feinsilberanteil zum aktuellen Silberkurs, eine tagesaktuelle Einordnung finden Sie in unserem Bereich Silberpreis. Bei den selteneren Ausgaben wie Luther oder Schiller sowie bei gut erhaltenen Stücken kommt zusätzlich ein Sammlerwert hinzu, der über dem reinen Materialwert liegen kann. Eine pauschale Wertangabe ist deshalb nicht seriös möglich, wir bewerten jedes Stück einzeln.

 

Was dieses Sammelgebiet für Sammler interessant macht

Viele Sammler beschäftigen sich in diesem Bereich mit den Reichspfennig- und Reichsmark-Ausgaben, mit den silbernen 2- und 5-Reichsmark-Münzen sowie mit Geldscheinen aus den Kriegsjahren. So entsteht ein Sammelgebiet, das geschichtlich schwer wiegt und numismatisch klar umrissen ist.

 

Gerade weil dieses Thema belastet ist, kommt es auf eine ruhige und klare Betrachtung an. Wer solche Münzen oder Banknoten sammelt, sammelt keine Propaganda, sondern historische Zeitzeugnisse. Entscheidend ist die saubere Einordnung in ihren zeitgeschichtlichen Zusammenhang.

 

Viele Sammler achten in diesem Bereich besonders auf Erhaltungsgrad und eine verständliche geschichtliche Zuordnung. Das gilt für Kleinmünzen genauso wie für größere Reichsmark-Stücke oder Banknoten.

 

Sie fragen – wir antworten

Warum werden Münzen und Banknoten mit diesen Symbolen gezeigt?
Weil sie Teil der damaligen Prägungen sind. Die Abbildung dient allein der sachlichen zeitgeschichtlichen und numismatischen Darstellung.

 

Werden diese Symbole damit verherrlicht?
Nein. Die Darstellung erfolgt ausdrücklich nicht zu Propaganda- oder Verherrlichungszwecken, sondern zur historischen Einordnung der damaligen Prägungen.

 

Welchen Feingehalt haben die Silbermünzen des Dritten Reichs?
900/1000 Silber. Die 2-Reichsmark-Münze enthält 5 Gramm Feinsilber, die 5-Reichsmark-Münze 12,49 Gramm.

 

Welche Motive gibt es bei den Silber-Reichsmark-Münzen?
Am häufigsten die Potsdamer Garnisonkirche und das Porträt Paul von Hindenburgs. Seltener und numismatisch gesuchter sind die Ausgaben zu Martin Luther (1933) und Friedrich Schiller (1934).

 

Wie sollte man dieses Sammelgebiet betrachten?
Sachlich, historisch klar und ohne jede Verklärung. Es geht um Prägungen aus einer dunklen Zeit der deutschen Geschichte und um ihre richtige Einordnung als Zeitzeugnisse.

 

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