2-Mark-Silbermünzen aus dem Deutschen Kaiserreich

2 Mark Silbermünzen Kaiserreich kaufen – 1876 bis 1915
Die 2-Mark-Münze gehört zu den ursprünglichen drei Nennwerten des Reichsmünzgesetzes von 1873, kam als Silbermünze aber erst 1876 in den Umlauf – mit der 2-Mark-Münze Preußens unter Kaiser Wilhelm I. als erster Ausgabe des neu gegründeten Kaiserreichs. Geprägt wurde sie bis 1915, in den letzten Kriegsjahren dann zunehmend gehortet oder eingeschmolzen, bevor mit dem Ende des Kaiserreichs 1918 auch die Silberprägung endete.
Eine Übersicht der beiden anderen Nominale finden Sie in den Kategorien 3 Mark und 5 Mark, einen historischen Gesamtüberblick in der Kategorie Silbermünzen Deutsches Kaiserreich.
Gewicht, Feingehalt und die zwei Rückseiten-Typen
Die Münze wiegt 11,11 Gramm bei einem Feingehalt von 900/1000 (entspricht 10 Gramm Feinsilber) und einem Durchmesser von 28 mm. Was viele Sammler erst auf den zweiten Blick bemerken: Die Rückseite mit dem Reichsadler gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten. Münzen bis 1889 zeigen den preußischen Adler mit großem Brustschild, den sogenannten "kleinen Adler". Ab 1891 wechselte die Gestaltung zum Reichsadler mit kleinem Brustschild, dem "großen Adler" – zwischen 1889 und 1891 wurden keine Silbermünzen geprägt, sodass die beiden Typen klar voneinander getrennt sind.
Bekannte Varianten und Prägebesonderheiten
Für spezialisierte Sammler sind kleine Prägeunterschiede ein eigenes Thema. Bei den bayerischen 2-Mark-Münzen von 1888 bis 1913 mit dem Porträt von Prinzregent Luitpold veränderte sich durch wiederholtes Polieren des Prägestempels die Stirnlocke des Dargestellten – Sammler unterscheiden zwischen "offener" und "geschlossener Locke" sowie verschiedenen Variationen der Locken über dem Ohr, bekannt als "Ottos Locken". Auch fehlerhafte Randschriften kommen vor: Bei einzelnen Jahrgängen wurde statt der korrekten Inschrift "GOTT MIT UNS" versehentlich "OTT MIT UNS" geprägt, etwa bei bestimmten Anhalt- und Württemberg-Ausgaben.
Wertunterschiede zwischen den Jahrgängen
Die 2-Mark-Münze zählt zu den meistgesammelten Stücken des Kaiserreichs, was zugleich bedeutet: Für gängige Jahrgänge, besonders aus den Jahren 1876 bis 1884, sind selbst gute Erhaltungsgrade gut verfügbar und entsprechend günstig zu erwerben. Anders sieht es bei bestimmten Jahrgängen zwischen 1888 und 1899 aus – hier sind Spitzenerhaltungen deutlich seltener erhalten und können bis zum Zehnfachen einer durchschnittlich erhaltenen Vergleichsmünze kosten. Für die Einordnung greifen Sammler auf die Jägernummer zurück, die bei den 2-Mark-Kursmünzen im Bereich J.15 bis J.17 beginnt und sich danach nach Bundesstaat und Herrscher fortsetzt.
Sie fragen – wir antworten
Seit wann gibt es die 2-Mark-Silbermünze?
Seit 1876, geprägt bis 1915. Die erste Ausgabe stammt aus Preußen unter Kaiser Wilhelm I.
Welchen Feingehalt und welches Gewicht hat die 2-Mark-Münze?
900/1000 Feinsilber bei 11,11 Gramm Gesamtgewicht (10 Gramm Feinsilber) und 28 mm Durchmesser.
Was bedeuten "kleiner" und "großer Adler" bei der 2-Mark-Münze?
Das bezeichnet die zwei Rückseiten-Varianten: Münzen bis 1889 zeigen den Adler mit großem Brustschild, ab 1891 den mit kleinem Brustschild. Dazwischen wurde keine Silbermünze geprägt.
Warum sind manche 2-Mark-Jahrgänge deutlich teurer als andere?
Entscheidend ist die Kombination aus Auflage und Erhaltungsgrad. Häufige Jahrgänge sind in jeder Qualität gut verfügbar, während Spitzenerhaltungen seltenerer Jahrgänge, etwa zwischen 1888 und 1899, deutlich höhere Preise erzielen.
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