20 Mark Kaiserreich
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20 Mark Kaiserreich: Goldmünzen mit Geschichte
Die 20-Mark-Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs gehören zu den bekanntesten deutschen Münzen aus der Zeit von 1871 bis 1918. Sie zeigen die Porträts von Kaisern, Königen, Großherzögen und Fürsten, die damals über die einzelnen deutschen Bundesstaaten regierten. Auch die freien Hansestädte Hamburg und Bremen gaben eigene 20-Mark-Münzen mit ihren Stadtwappen heraus.
Bei HISTORIA finden Sie historische 20 Mark Kaiserreich aus Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden und zahlreichen weiteren Bundesstaaten. Die unterschiedlichen Herrscherporträts, Jahrgänge und Münzzeichen erzählen von der deutschen Geschichte vor dem Ersten Weltkrieg.
20 Mark Gold aus Preußen: Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II.
Die preußischen 20-Mark-Goldmünzen zeigen die drei deutschen Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Besonders interessant ist das Dreikaiserjahr 1888. Nach dem Tod Wilhelms I. im März übernahm sein Sohn Friedrich III. den Thron. Er starb bereits nach 99 Tagen Regierungszeit. Sein Nachfolger Wilhelm II. blieb bis zum Ende der Monarchie 1918 deutscher Kaiser.
Auch die Gestaltung der Münzen veränderte sich. Die frühen Ausgaben Wilhelms I. zeigen einen kleineren Reichsadler und zunächst die Wertangabe „20 M“. Ab 1874 wurde der Nennwert als „20 MARK“ ausgeschrieben. 1890 erhielt der Reichsadler eine neue, größere Darstellung. Diese Unterschiede sind heute wichtige Merkmale bei der Bestimmung der einzelnen Münztypen.
20 Mark Kaiserreich aus Bayern, Sachsen und Württemberg
Auch die anderen deutschen Königreiche prägten eigene 20-Mark-Goldmünzen. In Bayern erschienen Ausgaben mit Ludwig II., dem als Märchenkönig bekannten Herrscher, und seinem Nachfolger Otto. Die sächsischen Goldmünzen zeigen unter anderem die Könige Johann, Albert, Georg und Friedrich August III.
Württemberg gab 20-Mark-Münzen mit den Königen Karl und Wilhelm II. heraus. In Baden und Hessen entstanden Goldmünzen mit den Porträts der jeweiligen Großherzöge. Jeder Bundesstaat hatte seine eigenen Münzbilder, während der Reichsadler auf der Wertseite die gemeinsame deutsche Währung verkörperte.
Seltene 20-Mark-Goldmünzen kleinerer Bundesstaaten
Neben den großen Königreichen ließen auch kleinere Bundesstaaten 20-Mark-Goldmünzen prägen. Dazu gehörten beispielsweise Anhalt, Braunschweig, Mecklenburg-Strelitz, Sachsen-Coburg und Gotha sowie die Fürstentümer Reuß und Schaumburg-Lippe.
Eine Besonderheit ist die 20-Mark-Goldmünze der Freien Hansestadt Bremen von 1906. Sie zeigt das Bremer Stadtwappen und wurde in Hamburg mit dem Münzzeichen J geprägt. Die Auflage betrug 20.122 Exemplare. Auch die Hamburger Goldmünzen mit dem Stadtwappen gehören zu den eigenständigen Ausgaben des Kaiserreichs.
Jahrgänge, Münzzeichen und Jaeger-Nummern
Die ersten 20-Mark-Goldmünzen erschienen bereits 1871, im Jahr der deutschen Reichsgründung. Die letzten Prägungen stammen aus dem Jahr 1915. Innerhalb dieser Zeit entstanden zahlreiche Münztypen mit unterschiedlichen Herrschern, Porträts und Reichsadlern.
Für die genaue Bestimmung sind das Münzzeichen und die Jaeger-Nummer wichtig. Die Münzzeichen A, B, C, D, E, F, G, H und J stehen für die verschiedenen deutschen Prägestätten, die während des Kaiserreichs tätig waren. Nicht jede Münzstätte prägte über den gesamten Zeitraum hinweg.
Der Jaeger-Katalog unterscheidet die einzelnen Münztypen anhand ihrer Gestaltung und Prägezeit. Bei manchen Herrschern existieren mehrere Porträtvarianten. Auch die Veränderungen des Reichsadlers werden im Katalog berücksichtigt.
Sie fragen – wir antworten: 20 Mark Kaiserreich
Welche 20-Mark-Goldmünzen gab es im Deutschen Kaiserreich?
Zwischen 1871 und 1915 wurden 20-Mark-Goldmünzen mit zahlreichen Herrscherporträts und Stadtwappen geprägt. Zu den bekanntesten gehören die Ausgaben aus Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden und Hamburg. Kleinere Bundesstaaten gaben ebenfalls eigene Münztypen heraus.
Was bedeutet Doppelkrone bei 20 Mark Gold?
Die 20-Mark-Goldmünze wurde früher auch Doppelkrone genannt. Der Name stammt aus der Anfangszeit der Reichsgoldwährung. Die 10-Mark-Goldmünze wurde entsprechend als Krone bezeichnet.
Welche 20-Mark-Münzen des Kaiserreichs sind besonders selten?
Zu den seltenen Ausgaben gehören verschiedene Prägungen kleinerer Bundesstaaten, darunter Münzen aus Schaumburg-Lippe, Reuß und Mecklenburg-Strelitz. Auch einzelne Jahrgänge der größeren Bundesstaaten sind gesucht. Die ursprüngliche Auflage und die Zahl der heute noch erhaltenen Exemplare beeinflussen den Sammlerwert.
Was unterscheidet die Reichsadler auf den 20-Mark-Münzen?
Die Gestaltung des Reichsadlers wurde während des Kaiserreichs mehrfach verändert. Die frühen Münzen von 1871 bis 1873 tragen einen kleineren Adler und die Wertangabe „20 M“. Ab 1874 wurde „20 MARK“ ausgeschrieben. Ab 1890 erschien ein größerer Reichsadler, der bis zum Ende der Prägungen verwendet wurde.
Wie viel Gold enthält eine 20-Mark-Münze?
Eine 20-Mark-Goldmünze des Kaiserreichs wiegt 7,965 Gramm und besteht aus 900er Gold. Sie enthält rund 7,168 Gramm Feingold. Weitere Informationen zum Goldgehalt und zum Kauf historischer Reichsgoldmünzen finden Sie in unserer Kategorie 20 Mark Gold kaufen.
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