Anlass
Mit dem Wanderfalken 2026 setzt San Marino seine 2024 begonnene Silbermünzenserie fort. Die dritte Ausgabe zeigt den Greifvogel mit weit ausgebreiteten Flügeln im Flug. Die 5-Euro-Münze enthält 1 Unze Feinsilber und wird von der Münze Österreich geprägt. Mit nur 15.000 Exemplaren ist der Jahrgang 2026 geringer aufgelegt als die beiden vorherigen Ausgaben.
Der Wanderfalke lebt auch in den felsigen Gebieten San Marinos. Dort findet er an steilen Felswänden geeignete Plätze zum Brüten. Bei der Jagd auf andere Vögel kann er im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde erreichen. Dafür zieht er seine Flügel eng an den Körper und stößt aus großer Höhe auf seine Beute herab. Mit seinen kräftigen Krallen packt er die gefangenen Vögel.
Motiv
Die Motivseite der Silbermünze 2026 zeigt einen Wanderfalken mit weit ausgebreiteten Flügeln. Der Vogel ist von der Seite und leicht von vorne dargestellt. Sein Kopf befindet sich links, der Körper verläuft schräg nach rechts unten. Der kräftige Schnabel ist kurz und an der Spitze nach unten gebogen. Deutlich zu erkennen sind das dunkle Auge, die geschwungene Augenbraue und die feinen Linien des Gefieders am Kopf.
Beide Flügel sind nach oben gestreckt und nehmen einen großen Teil der Münzfläche ein. Der rechte Flügel reicht bis nahe an den oberen Münzrand. Seine langen Schwungfedern liegen wie schmale, leicht gebogene Streifen nebeneinander. Der linke Flügel ist etwas weiter nach hinten gerichtet und erscheint dadurch kleiner. Die einzelnen Federreihen sind auch dort gut zu erkennen.
Unterhalb des Körpers streckt der Falke seine beiden Füße nach vorne. Die Zehen sind gespreizt und enden in langen, gebogenen Krallen. Diese Haltung zeigt einen Wanderfalken beim Anflug auf einen Landeplatz oder beim Versuch, Beute zu greifen. Der lange Schwanz zieht sich schräg nach rechts unten und besteht aus mehreren übereinanderliegenden Federn.
Der Hintergrund ist glatt gehalten, sodass die Körperform und die einzelnen Federn gut zu erkennen sind. Am linken Münzrand steht „PEREGRINE FALCON“, die englische Bezeichnung für Wanderfalke. Darüber verläuft die Inschrift „SAN MARINO“. Rechts steht die Jahreszahl 2026. Entlang des unteren Randes befinden sich die Angaben „1 OZ · Ag 999 · 5 EURO“. Das Motiv wurde von Nina Schwarzer entworfen.
Die Wertseite trägt das Staatswappen von San Marino. In der Mitte steht ein Schild mit drei Türmen auf drei Berggipfeln. Sie erinnern an die Festungen Guaita, Cesta und Montale auf dem Monte Titano. Über dem Schild befindet sich eine Krone. Links wächst ein Lorbeerzweig, rechts ein Eichenzweig. Beide Zweige sind unten durch ein Band mit der Aufschrift „LIBERTAS“ verbunden. Das lateinische Wort bedeutet Freiheit und ist der Wahlspruch der Republik. Rund um das Wappen steht „REPUBBLICA DI SAN MARINO“. Diese Münzseite wurde von Antonella Napolione gestaltet.
Details
Die 1 Unze Silber 2026 Wanderfalke wurde am 22. Januar 2026 ausgegeben. Sie besteht aus 999/1000 Feinsilber und wiegt 31,1 Gramm. Ihr Durchmesser beträgt 37 Millimeter. Die Münze wird in der Prägequalität Stempelglanz (Brilliant Uncirculated) von der Münze Österreich in Wien hergestellt.
Die Münzserie begann 2024 mit einem Wanderfalken im Flug. Der Jahrgang 2025 zeigte den Greifvogel sitzend auf einem Ast. Für 2026 wählte die Künstlerin Nina Schwarzer erneut ein Flugmotiv, diesmal mit nach oben gestreckten Flügeln und nach vorne gerichteten Krallen. Damit unterscheiden sich alle drei Ausgaben durch die Körperhaltung des Vogels.
San Marino ist ein kleiner, vollständig von Italien umgebener Staat. Seine Geschichte ist eng mit dem Monte Titano verbunden, auf dem sich die drei bekannten Festungstürme befinden. Aufgrund einer Währungsvereinbarung mit der Europäischen Union darf die Republik eigene Euromünzen ausgeben. Die Wanderfalken-Silbermünze besitzt einen Nennwert von 5 Euro.
Auflage
Die Auflage der 5-Euro-Silbermünze 2026 „Wanderfalke“ aus San Marino beträgt nur 15.000 Exemplare.
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