Anlass
Der Wiener Philharmoniker 2026 ist eine österreichische Silber-Anlagemünze mit 1 Unze Feinsilber und einem Nennwert von 1,50 Euro. Die Münze Österreich prägt die Silberausgabe seit 2008. Sie trägt die Musikinstrumente der Wiener Philharmoniker und die große Orgel aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Die Motive sind seit der Einführung der Serie unverändert. Der Jahrgang 2026 ist unterhalb der Orgel eingeprägt.
Die Wiener Philharmoniker wurden 1842 gegründet und zählen zu den traditionsreichsten Orchestern der Welt. Besonders bekannt ist ihr Neujahrskonzert, das jedes Jahr am 1. Januar im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins stattfindet und in zahlreiche Länder übertragen wird. Die Silbermünze trägt den Namen des Orchesters und erinnert mit ihren Motiven an die lange Musiktradition Österreichs.
Motiv
Die Rückseite des Wiener Philharmonikers zeigt eine Gruppe von acht klassischen Musikinstrumenten. In der Mitte steht ein großes Cello mit einem breiten, geschwungenen Holzkörper, vier Saiten und einem langen Hals. Links und rechts davon befinden sich zwei Bratschen, auch Violen genannt. Darüber sind zwei kleinere Violinen angeordnet. Ihre schmalen Hälse ragen nach oben, während sich die runden und seitlich eingebuchteten Instrumentenkörper teilweise überdecken.
Hinter den Streichinstrumenten steht links eine Harfe. Ihr hoher Rahmen ist leicht gebogen und umschließt zahlreiche dünne Saiten. Rechts sind ein Fagott und ein Wiener Horn zu sehen. Das Fagott ist ein langes Holzblasinstrument, dessen Rohr mehrfach geführt wird. Das Wiener Horn erkennt man an seinem kreisförmig gewundenen Metallrohr und dem großen, trichterförmigen Schallbecher. Über der Instrumentengruppe verläuft die Inschrift „WIENER PHILHARMONIKER“.
Die Vorderseite zeigt die große Orgel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Die Orgelpfeifen stehen senkrecht nebeneinander und sind nach ihrer Länge angeordnet. Im mittleren Bereich ragen besonders lange Pfeifen nach oben. Seitlich schließen sich kürzere Pfeifengruppen an. Das reich verzierte Orgelgehäuse besitzt Säulen, geschwungene Bögen und dekorative Verzierungen. Die Orgel befindet sich über der Bühne des Konzertsaals, in dem auch das berühmte Neujahrskonzert stattfindet.
Am oberen Münzrand steht „REPUBLIK ÖSTERREICH“. Unterhalb der Orgel sind die Angaben „1 UNZE FEINSILBER“, der Jahrgang „2026“ und der Nennwert „1,50 EURO“ eingeprägt. Beide Münzseiten wurden vom österreichischen Graveur Thomas Pesendorfer gestaltet. Er entwarf die Motive bereits für die erste Goldausgabe des Wiener Philharmonikers von 1989.
Details
Die 1 Unze Silber 2026 Wiener Philharmoniker wird von der Münze Österreich in Wien hergestellt. Sie besteht aus 999/1000 Feinsilber und enthält 31,10 Gramm Silber. Ihr Durchmesser beträgt 37 Millimeter. Die Ausgabe erfolgt in der Prägequalität Stempelglanz.
Der Wiener Philharmoniker erschien erstmals 1989 als Goldmünze. Damals wurde der Nennwert noch in österreichischen Schilling angegeben. Seit der Einführung des Euro tragen die Goldmünzen einen Euro-Nennwert. Die Silberausgabe kam 2008 hinzu und gehört seitdem zum festen Angebot der Münze Österreich. Eine Platinversion ergänzt die Serie seit 2016.
Der Silber-Philharmoniker ist in Österreich gesetzliches Zahlungsmittel. Sein aufgeprägter Nennwert beträgt 1,50 Euro, während sich der tatsächliche Handelswert vor allem nach dem Silberpreis und den üblichen Aufschlägen für Anlagemünzen richtet. Der Feingehalt von 999/1000 bedeutet, dass die Münze zu 99,9 Prozent aus reinem Silber besteht.
Auflage
Der Wiener Philharmoniker 2026 mit 1 Unze Silber wird als reguläre Anlagemünze ohne feste Auflagenbegrenzung geprägt.
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