Anlass
Schloss Artstetten in Niederösterreich ist eng mit der Geschichte des österreichischen Kaiserhauses verbunden. Hier befinden sich die Gräber des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Sophie von Hohenberg. Beide wurden am 28. Juni 1914 in Sarajevo ermordet. Das Attentat löste die Julikrise aus, die wenige Wochen später zum Ersten Weltkrieg führte.
Die Münze Österreich widmete Schloss Artstetten im Jahr 2004 eine 10-Euro-Silbermünze. Sie ist die sechste und letzte Ausgabe der Serie „Schlösser in Österreich“ innerhalb der übergeordneten Reihe „Österreich und sein Volk“.
Motiv
Die Wertseite zeigt Schloss Artstetten mit seiner breiten Freitreppe und den charakteristischen Zwiebeltürmen. Rechts ist die angebaute Schlosskirche zu sehen, unter der sich die Familiengruft befindet. Die Inschriften nennen den Ausgabestaat „REPUBLIK ÖSTERREICH“, das Schloss, den Nennwert 10 EURO und die Jahreszahl 2004. Thomas Pesendorfer gestaltete diese Münzseite.
Die andere Münzseite zeigt das Eingangsportal zur Gruft sowie die Porträts von Erzherzog Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg. Die beiden Bildnisse sind den Porträtreliefs ihrer Sarkophage nachempfunden. Die Umschrift nennt die Namen des Ehepaares. Der Entwurf stammt von Herbert Wähner.
Details
Die Silbermünze erschien am 13. Oktober 2004 und wurde von der Münze Österreich in Wien in der Prägequalität Polierte Platte (PP) hergestellt. Sie besteht aus 925er Silber, wiegt 17,3 Gramm und enthält 16 Gramm Feinsilber. Der Durchmesser beträgt 32 mm.
Sie erhalten die Ausgabe in Polierter Platte im Etui mit Zertifikat.
Auflage
Die Auflage in Polierter Platte beträgt 60.000 Exemplare. „Schloss Artstetten“ schließt die 2002 begonnene sechsteilige Serie „Schlösser in Österreich“ ab.
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