Anlass
Slowenien widmet das Jahr 2026 dem Dichter Srečko Kosovel. Der Hintergrund ist der 100. Todestag eines Autors, der in Slowenien bis heute als Stimme der Moderne gilt. Diese 3-Euro-Münze ist Teil des offiziellen Ausgabeprogramms der Banka Slovenije und gehört zu den Sammlerprägungen, die genau solche kulturellen Jahresthemen sichtbar machen.
Der Titel „Der Sommer des Dichters Srečko Kosovel“ passt dabei gut zur Idee hinter der Ausgabe: Es geht nicht um ein Porträt mit Jahreszahl, sondern um Atmosphäre und um den Blick auf Sprache, Form und Experiment. Genau das war Kosovel wichtig.
Motiv
Das Motiv setzt nicht auf ein klassisches Bild, sondern auf Typografie und Komposition. Die Gestaltung lehnt sich an Kosovels „Collage“-Arbeitsweise an, also an das Arbeiten mit Textfragmenten und Zeitungsausschnitten. Auf der Münze wirkt das wie eine kleine grafische Bühne: Wörter und Flächen greifen ineinander und ergeben zusammen eine moderne, fast plakative Aussage.
Auf der Motivseite findet man in dieser Collage die Worte rund um „leto Srečka Kosovela“. Die Wertseite trägt die Landesbezeichnung „Slovenija“, die Jahreszahl 2026, den Schriftzug „EURO“ und den Nennwert 3. Das Ganze ist bewusst reduziert, damit das Collage-Prinzip im Mittelpunkt bleibt.
Details
Es handelt sich um eine bimetallische Sammlermünze zu 3 Euro in bfr-Qualität. Der Durchmesser beträgt 32 mm, das Gewicht 15 g. Der Münzring besteht aus einer Kupfer-Zink-Nickel-Legierung, der Kern aus einer Kupfer-Nickel-Legierung. Der Rand ist geriffelt.
Praktisch für Sammler: Die 3-Euro-Münzen aus Slowenien sind handlich, robust und passen gut in Kapseln oder in thematische Alben. Und weil das Motiv stark über Schrift arbeitet, wirkt die Münze auch ohne Lupe sofort „modern“, ohne überladen zu sein.
Auflage
Für 2026 sind insgesamt 67.250 Stück dieser 3-Euro-Sammlerausgabe vorgesehen. Davon entfallen 60.000 Exemplare auf die bfr-Prägung und 1.250 Exemplare auf die Proof-Ausgabe. Die Ausgabe ist laut Programmplanung für Mai/Juni 2026 vorgesehen.
Wer solche Ausgaben sammelt, kennt den Effekt: Bei kulturellen Jahresthemen greifen nicht nur klassische Münzsammler zu, sondern oft auch Literatur- oder Regionalinteressierte. Dadurch werden einzelne Ausgaben im Markt manchmal schneller „weg“ als man denkt, gerade in bankfrisch.