Anlass
Die Reichsbanknote über 50 Millionen Mark vom 1. September 1923 stammt aus der Hochinflation im Deutschen Reich. Solche Geldscheine zeigen sehr deutlich, wie schnell die Mark damals an Wert verlor. Für Sammler ist genau das der Reiz dieser Ausgabe. Sie steht für eine Zeit, in der immer höhere Nennwerte in Umlauf kamen, obwohl ihr tatsächlicher Gegenwert oft nur von kurzer Dauer war.
Gerade Ausgaben wie Rosenberg 108 machen diese Monate heute besonders greifbar. Der hohe Betrag klingt groß, gehört aber schon zu einer Phase, in der die Geldentwertung immer schneller wurde. Das macht den Schein nicht nur historisch interessant, sondern auch als typischen Vertreter der Inflationszeit gut verständlich.
Motiv
Die Vorderseite ist schlicht gehalten und zeigt den Text mit Wertangabe auf Muster. Die Gestaltung wirkt klar und nüchtern. Genau das passt gut zu vielen Inflationsscheinen aus dem Spätsommer 1923. Es ging nicht mehr um eine aufwendige Gestaltung, sondern darum, hohe Beträge schnell und klar in Umlauf zu bringen.
Die Rückseite ist blanko. Das wirkt heute ungewohnt, gehört bei dieser Ausgabe aber dazu. Für Sammler macht gerade diese Schlichtheit den Geldschein interessant, weil sie die praktische und schnelle Herstellung in der Inflationszeit sehr deutlich zeigt.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 50 Millionen Mark vom 1.9.1923, katalogisiert unter Rosenberg 108. Das Format beträgt 124 x 84 mm. Die Ausgabe wurde einseitig auf Banknotenpapier gedruckt. Je nach Untervariante kommen unterschiedliche Wasserzeichen vor, darunter Kreuzblüten, Hakensterne oder Rauten. Ebenso unterscheiden sich die Varianten bei der Ziffernzahl und Farbe der Kontrollnummer.
Bei Rosenberg 108 lohnt sich der Blick auf die Unterschiede der einzelnen Varianten. Bekannt sind nur Firmendrucke. Für Sammler ist diese Unterscheidung wichtig, weil sich die Ausgabe so innerhalb der Rosenberg-Nummer genauer bestimmen lässt. Je nach Untertyp kommen zum Beispiel 5- oder 6-stellige Kontrollnummern sowie verschiedene Firmenzeichen vor.
Auflage
Eine einzelne belastbare Auflagenzahl lässt sich für Rosenberg 108 ohne genaue Untervariante nicht sinnvoll angeben. Bei dieser Banknote ist für Sammler ohnehin wichtiger, dass Grundnummer, Wasserzeichen, mögliche Firmenzeichen und die jeweilige Nummerierung sauber zusammenpassen. Genau daraus ergibt sich, welche Variante vorliegt.
Auch ohne seltene Spitzenvariante ist Rosenberg 108 ein gut sammelbarer Geldschein der Hochinflation. Gerade die schlichte Vorderseite und die blanke Rückseite geben dem Schein einen sehr typischen Charakter für diese Zeit.