Anlass
Die Reichsbanknote über 10.000 Mark vom 19. Januar 1922 stammt aus der frühen Inflationszeit im Deutschen Reich. Der Nennwert wirkt heute hoch, zeigt aber vor allem, wie schnell sich das Geld damals bereits entwertete. Für Sammler ist genau das interessant, weil solche Scheine den Weg in die spätere Hochinflation gut sichtbar machen. 10.000 Mark gehörten 1922 schon zu den großen Beträgen im Zahlungsverkehr und zeigen, wie deutlich sich die Geldordnung damals bereits verschoben hatte.
Rosenberg 69 gehört außerdem zur kleineren Ausgabe dieses Typs. Gerade solche Unterschiede machen die frühen Inflationsbanknoten reizvoll, weil man daran gut sehen kann, wie sich Gestaltung, Format und Herstellung innerhalb kurzer Zeit verändert haben.
Motiv
Die Vorderseite zeigt einen jungen Mann nach einem Gemälde von Albrecht Dürer. Dazu kommen Schriftzug und Wertangabe. Das gibt der Banknote ein deutlich eigenständigeres Aussehen als vielen späteren Inflationsscheinen, die oft viel schlichter gehalten sind.
Auf der Rückseite erscheinen Reichsadler und Ornamente. Die Gestaltung wirkt noch sorgfältig ausgearbeitet und erinnert stärker an frühere Reichsbanknoten als an die späteren Notausgaben der Hochinflation. Gerade diese Verbindung aus Porträtmotiv und ornamentaler Rückseite macht den Schein für Sammler interessant.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 10.000 Mark vom 19.1.1922, katalogisiert unter Rosenberg 69. Das Format beträgt 180 x 100 mm. Gedruckt wurde die Banknote auf Banknotenpapier mit Wasserzeichen Kreuzblüten. Die Ausgabe wird als kleinere Formatvariante geführt.
Bei Rosenberg 69 gibt es für Sammler mehrere Varianten. Bekannt sind Reichsdrucke mit 8-stelliger Kontrollnummer sowie Firmendrucke mit 6- oder 7-stelliger Kontrollnummer, teils mit Firmenzeichen. Welche Variante geliefert wird, richtet sich bei einer allgemeinen Zuordnung zu Rosenberg 69 nach dem aktuellen Lagerbestand. Gerade solche Unterschiede sind für Sammler spannend, weil sich die Ausgabe dadurch innerhalb der Rosenberg-Nummer genauer einordnen lässt.
Auflage
Eine einzelne belastbare Auflagenzahl lässt sich für Rosenberg 69 ohne genaue Untervariante nicht sinnvoll auf eine Zahl verkürzen. Bei dieser Banknote ist für Sammler ohnehin wichtiger, dass Druckart, Kontrollnummer, mögliches Firmenzeichen, Wasserzeichen und Erhaltung sauber zusammenpassen. Genau daraus ergibt sich die richtige Einordnung.
Auch ohne seltene Spitzenvariante ist Rosenberg 69 ein gut sammelbarer Geldschein der frühen Inflationszeit. Er verbindet noch eine vergleichsweise ausgearbeitete Gestaltung mit einem Nennwert, der den beginnenden Wertverfall der Mark bereits sehr deutlich zeigt.