Anlass
Die Reichsbanknote über 1 Milliarde Mark vom 15. Dezember 1922 stammt aus der Inflationszeit im Deutschen Reich. Solche Geldscheine zeigen sehr deutlich, wie schnell die Mark damals an Wert verlor. Für Sammler ist genau das spannend, weil man an solchen Ausgaben die dramatische Entwicklung der Jahre 1922 und 1923 besonders gut sehen kann.
Bei Rosenberg 110 kommt noch etwas Besonderes dazu. Es handelt sich um ein Überdruckprovisorium auf einem 1000-Mark-Schein. Genau das macht die Ausgabe interessant, weil sie sehr gut zeigt, wie in der Inflationszeit bereits vorhandene Banknoten mit neuen Wertstufen weiterverwendet wurden.
Motiv
Die Vorderseite zeigt Münzmeister Jörg Herz nach einem Gemälde von Georg Pencz. Dazu kommen der Überdruck mit dem neuen Nennwert und die übrigen Gestaltungselemente des ursprünglichen 1000-Mark-Scheins. Gerade diese Verbindung aus älterem Grundschein und neuem Aufdruck gibt der Banknote ihren eigenen Charakter.
Auf der Rückseite steht die Wertangabe auf Ornament. Die Gestaltung wirkt deutlich ausgearbeiteter als bei vielen späteren Inflationsscheinen mit blanker Rückseite. Das macht den Schein auch optisch reizvoll, weil er noch einen Teil der älteren Reichsbanknoten-Gestaltung bewahrt.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 1 Milliarde Mark vom 15.12.1922, katalogisiert unter Rosenberg 110. Das Format beträgt 140 x 90 mm. Gedruckt wurde die Banknote auf Banknotenpapier. Für mehrere Varianten ist das Wasserzeichen „1000 M“ bekannt.
Bei Rosenberg 110 gibt es mehrere Varianten. Neben Reichsdruck sind auch Firmendrucke bekannt. Für Sammler ist diese Unterscheidung wichtig, weil sich die Ausgabe so innerhalb der Rosenberg-Nummer genauer bestimmen lässt. Gerade bei einem Überdruckprovisorium lohnt sich der Blick auf solche Unterschiede besonders.
Auflage
Die genauen Auflagenzahlen sind im Einzelnen nicht bekannt und können sich je nach Variante unterscheiden.
Für Sammler ist bei dieser Banknote ohnehin wichtiger, dass Druckart, mögliches Firmenzeichen, Kontrollnummer und Wasserzeichen zusammenpassen. Gerade bei einem Überdruckprovisorium wie Rosenberg 110 lässt sich daran gut erkennen, welche Variante vorliegt.