Anlass
Die Reichsbanknote über 10 Milliarden Mark vom 1. Oktober 1923 gehört mitten in die Hochinflation des Deutschen Reichs. Solche Geldscheine zeigen sehr direkt, wie schnell die alte Papiermark damals an Wert verlor. Für Sammler ist genau das der Reiz dieser Ausgabe. Sie steht nicht für eine stabile Währung, sondern für die dramatischste Phase der Geldentwertung in Deutschland.
Ein direkter Vergleich mit einem heutigen Einkauf hilft bei dieser Banknote nur begrenzt weiter. In der Hochinflation verlor Geld oft schon innerhalb kurzer Zeit stark an Wert. Gerade das macht solche Scheine heute so spannend, weil man an ihnen die Geschwindigkeit der Entwertung unmittelbar ablesen kann.
Motiv
Die Vorderseite ist schlicht gestaltet und ganz auf den Nennwert und den amtlichen Text ausgerichtet. Der Aufdruck steht auf ornamentalem Hintergrund. Gerade diese nüchterne Gestaltung passt gut zur Inflationszeit, in der es vor allem darauf ankam, große Werte schnell und deutlich kenntlich zu machen.
Die Rückseite ist unbedruckt. Das wirkt aus heutiger Sicht ungewöhnlich, ist bei vielen Inflationsscheinen dieser Monate aber typisch. Auch daran erkennt man, wie stark die praktische und schnelle Herstellung damals im Vordergrund stand.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 10 Milliarden Mark vom 1.10.1923, katalogisiert unter Rosenberg 114. Der vorliegende Geldschein ist zirkuliert. Die Kontrollnummer ist rot. Das Format beträgt 160 x 105 mm. Gedruckt wurde die Banknote auf Banknotenpapier.
Rosenberg 114 kommt mit verschiedenen Firmenzeichen und Druckereien vor. Genau diese Unterschiede sind für Sammler bei der genauen Bestimmung wichtig. Die Rückseite ist blanko, was für viele Inflationsscheine dieser Zeit typisch ist.
Auflage
Eine einzelne belastbare Auflagenzahl lässt sich für Rosenberg 114 ohne genaue Untervariante nicht sinnvoll angeben. Bei dieser Banknote ist für Sammler ohnehin wichtiger, dass Rosenberg-Nummer, Untertyp, Wasserzeichen, Firmenzeichen und Nummer zusammenpassen. Genau daraus ergibt sich die saubere Einordnung.
Zirkulierte Scheine sind bei dieser Ausgabe gut sammelbar, weil man an ihnen den echten Gebrauch noch erkennt. Gerade bei einem Geldschein aus der Hochinflation ist das für Sammler wichtig, weil sich daran nicht nur die Gestaltung, sondern auch die kurze und hektische Zeit des Umlaufs ablesen lässt.