Anlass
Die Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1. Mai 1923 gehört in die frühe Phase der deutschen Hochinflation. Schon der hohe Nennwert zeigt, wie schnell das Geld damals an Kaufkraft verlor. Für Sammler ist diese Banknote besonders interessant, weil sie eine Zeit dokumentiert, in der immer höhere Beträge nötig wurden, obwohl ihr tatsächlicher Wert oft schon nach kurzer Zeit wieder deutlich sank.
Der Schein kam erst im Juli 1923 in den Umlauf. Genau das macht ihn besonders anschaulich, denn zwischen dem aufgedruckten Datum und der Ausgabe verschärfte sich die Inflation bereits weiter. Bei solchen Geldscheinen ist deshalb weniger der Nennwert allein wichtig, sondern die kurze Zeit, in der sie überhaupt noch eine spürbare Kaufkraft hatten.
Motiv
Die Vorderseite zeigt zwei einander zugewandte Kopfmedaillons eines bärtigen Mannes mit Mütze. Darunter stehen Reichsbanksiegel. Die Gestaltung wirkt für eine Inflationsbanknote auffällig eigenständig und gibt dem Schein trotz der Krisenzeit ein klares Gesicht.
Auf der Rückseite stehen die große Wertangabe und im Unterdruck der Reichsadler. Die Gestaltung bleibt übersichtlich und gut lesbar. Gerade bei Geldscheinen dieser Zeit merkt man, dass es nicht mehr um eine aufwendige Gestaltung ging, sondern darum, hohe Beträge schnell und klar kenntlich zu machen.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 500.000 Mark vom 1.5.1923, katalogisiert unter Rosenberg 87. Der vorliegende Geldschein ist zirkuliert. Das Format beträgt 170 x 95 mm. Gedruckt wurde die Banknote auf Banknotenpapier.
Bei Rosenberg 87 gibt es für Sammler mehrere interessante Varianten. Je nach Unterausgabe kommen Reichsdrucke und Firmendrucke vor. Welche Variante geliefert wird, richtet sich nach dem aktuellen Lagerbestand. Sie erhalten also einen originalen Geldschein dieser Ausgabe nach Verfügbarkeit als Reichsdruck oder Firmendruck. Genau solche Unterschiede machen die Banknote auch innerhalb der Rosenberg-Nummer sammlerisch spannend.
Auflage
Eine einzelne belastbare Auflagenzahl lässt sich für Rosenberg 87 ohne genaue Untervariante nicht sinnvoll auf eine Zahl verkürzen. Bei dieser Banknote ist für Sammler ohnehin wichtiger, dass Rosenberg-Nummer, Druckvariante und Erhaltung sauber zusammenpassen. Genau daraus ergibt sich die richtige Einordnung.
Zirkulierte Scheine sind bei dieser Ausgabe gut sammelbar, weil man an ihnen den echten Gebrauch noch erkennt. Gerade bei einem Geldschein aus der Hochinflation ist das für Sammler wichtig, weil sich daran nicht nur die Gestaltung, sondern auch die besondere Zeit des Umlaufs ablesen lässt.