Anlass
Die 10-Euro-Silbermünze „Der liebe Augustin“ erschien 2011 als sechste und letzte Ausgabe der Serie „Sagen und Legenden in Österreich“. Sie erinnert an die Wiener Legende um den Bänkelsänger und Dudelsackspieler Augustin, der zur Zeit der Pest von 1679 in Wien gelebt haben soll. Bis heute ist sein Name vor allem durch das Volkslied „O du lieber Augustin“ bekannt.
Motiv
Eine Münzseite greift die bekannteste Episode der Legende auf. Augustin sitzt mit seinem Dudelsack in einer Pestgrube, nachdem er der Überlieferung nach für tot gehalten und zusammen mit Pestopfern dorthin gebracht worden war. Ein Knecht blickt erstaunt in die Grube. Die Inschrift „WIEN 1679“ stellt den Bezug zur damaligen Pestepidemie her.
Die andere Seite zeigt Augustin als Musiker in einem Wiener Gasthaus. Er spielt Dudelsack vor seinen Zuhörern, während im Hintergrund der Stephansdom und die Wiener Stadtsilhouette zu sehen sind. Die Entwürfe stammen von Thomas Pesendorfer und Herbert Wähner.
Details
Die österreichische 10-Euro-Münze 2011 „Der liebe Augustin“ wurde in der Prägequalität Handgehoben aus 925er Silber hergestellt. Sie wiegt 17,30 g, enthält 16 g Feinsilber und hat einen Durchmesser von 32 mm. Ausgegeben wurde die Münze am 12. Oktober 2011. Als Abschluss der sechsteiligen Serie ist sie besonders für Sammler österreichischer 10-Euro-Silbermünzen interessant.
Auflage
Die Auflage in der Prägequalität Handgehoben beträgt nur 30.000 Exemplare. Damit wurden von dieser Ausführung weniger Münzen geprägt als von der Variante in Polierter Platte mit 40.000 Exemplaren.
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