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Artikelnummer: 100004264

1/2 Unze Gold 2026 - Österreich 100 Euro - Symbole des Göttlichen

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  • Serie: Mythen, Schätze und Legenden
  • Polierte Platte (PP)
  • 15,78 g Gold 0.986
  • Ø 30 mm
  • 100 Euro
  • Im Etui mit Zertifikat
  • Münze Österreich
  • Auflage: 20000
  • Ausgabe: 14.10.2026

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Glaube, Liebe, Hoffnung

Die Münze präsentiert Reliquien, von denen man im Mittelalter und noch später glaubte, dass sie mit Jesu Blut in Berührung gekommen seien. Oder anders gesagt, auf ihr sind Requisiten einer Schlüsselszene der christlichen Religion zu sehen: der Kreuzigung. Solche Reliquien entstanden aus der Sehnsucht, den Glauben konkret zu machen und sich der Liebe Jesu zu versichern – einer Liebe, die unbesiegbar macht –, und sie galten den Habsburgern als Zeichen dafür, dass ihre Macht von Gott gewollt war. Die Heilige Lanze erfuhr verschiedene Deutungen, bis sie im Lauf des 13. Jahrhunderts zu der des Soldaten Longinus avancierte, mit der dieser Christus den Todesstoß versetzt hatte. Mit Jesu Blut benetzt, wurde die Lanze lange als Symbol der Reichsgewalt betrachtet und zählte zu den vornehmsten Reichsinsignien. Man glaubte, ihre Wunderkraft habe sogar Schlachtensiege bewirkt. Weitere Reliquien, die die Passion Christi bezeugen sollten, sind die Kreuzpartikel, die vom sogenannten „Wahren Kreuz“ stammen sollen. Die Partikel wurden als blutgetränkt angesehen und genossen daher besondere Verehrung. Sie luden die Gläubigen zum Mitempfinden mit dem Erlöser ein. Zuletzt die Achatschale, 1600 Jahre alt und in makellosem Zustand: Sie galt als Heiliger Gral, als jenes Gefäß, das Jesu Blut gesammelt hatte. Sie könnte am Hof Konstantins (306 bis 337) entstanden sein und gelangte vermutlich bei der Eroberung Konstantinopels 1204 in den Westen. 1564 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, als die Erben Kaiser Ferdinands I. die Schale zusammen mit dem sogenannten Ainkhürn – einem riesigen Narwalzahn, den man für ein Einhorn hielt – zu den beiden „unveräußerlichen Erbstücken des Hauses Österreich“ erklärten. Man erachtete diese Stücke als so kostbar, dass sie keinem Mitglied des Hauses Habsburg persönlich gehören sollten; sie sollten vielmehr, dem Vertrag zufolge, ewig im Besitz der Familie bleiben. Über alle Jahrhunderte hinweg haben diese wertvollen Zeugnisse christlich-abendländischer Frömmigkeit die Aura des Göttlichen bewahrt.

 

Die Münzbilder

Die Wertseite zeigt berühmte Reliquien: Die Heilige Lanze (8. bis 14. Jh.) enthält mittig einen Stift, der für einen der Nägel gehalten wurde, mit denen Christus ans Kreuz geschlagen worden war. Dahinter die Kreuzpartikel: Sie stammen der Legende nach vom Kreuz Christi; als Behältnis dafür diente ein schlichtes Kruzifix, entstanden nach 1350. Wieder dahinter die Achatschale aus dem 4. Jahrhundert: Sie wurde aus einem einzigen Block geschnitten. Dieses unübertroffene Meisterwerk wurde als Heiliger Gral betrachtet. Die andere Seite zeigt den gekreuzigten Christus; Blut, das aus seiner Seite strömt, wird in einer Schale aufgefangen. Außen links steht der Soldat Longinus mit der Lanze, mit der er Jesus die Wunde zugefügt hatte.

 

Die Serie

Aus der Tiefe der Zeit kommen Kostbarkeiten auf Sie zu: Sie erzählen von der Suche nach dem Heiligen Gral, von Einhörnern oder vom Goldenen Vlies. Sie zeugen von religiös-mythischen Vorstellungswelten im Europa der Habsburger und tragen überzeitliche Botschaften von Menschlichkeit und Gemeinschaftssinn in sich. – Die Serie schöpft aus dem Vollen: aus der über 600-jährigen Geschichte des Hauses Österreich und aus einem Erbe von unschätzbarem Wert, das in der Kaiserlichen Schatzkammer in Wien gehütet wird. Besonders schön gestaltet, gebührt diesen Münzen ein Ehrenplatz in Ihrer persönlichen Schatzkammer. Sie sind wahrlich wert, weitervererbt zu werden: noch einmal 600 Jahre lang.