Anlass
Die Sachsen 20 Mark Goldmünze 1873 Johann gehört zu den frühen Reichsgoldmünzen des Deutschen Kaiserreichs. Geprägt wurde sie nur zwei Jahre nach der Reichsgründung von 1871, als die Goldmark als einheitliche Währung eingeführt wurde. König Johann von Sachsen regierte das Königreich Sachsen von 1854 bis 1873 und erlebte damit die politischen Umbrüche der deutschen Einigung unmittelbar mit. Seine 20 Mark Goldmünze zählt heute zu den wichtigen historischen Goldmünzen der frühen Kaiserreichszeit.
Motiv
Die Vorderseite der 20 Mark Goldmünze zeigt das Portrait von König Johann von Sachsen nach rechts. Die Umschrift lautet „JOHANN KOENIG V. SACHSEN“. Das Portrait gehört zu den klassischen Herrscherdarstellungen der frühen Reichsgoldmünzen.
Auf der Rückseite befindet sich der gekrönte Reichsadler mit großem Brustschild. Darunter stehen der Nennwert „20 MARK“ sowie die Jahreszahl 1873. Die Umschrift „DEUTSCHES REICH“ verweist auf die neue gemeinsame Reichswährung nach der deutschen Einigung. Der Münzrand trägt die Inschrift „GOTT MIT UNS“.
Details
Die Sachsen 20 Mark Goldmünze 1873 Johann – Jäger 259 besteht aus Gold 900/1000. Das Raugewicht beträgt 7,965 Gramm bei einem Feingewicht von 7,168 Gramm Gold. Der Durchmesser liegt bei etwa 22,5 Millimetern.
Geprägt wurde die Goldmünze in der Dresdner Prägestätte mit dem Münzzeichen E. Die 20 Mark Goldmünzen Sachsens gehören innerhalb der Reichsgoldmünzen zu den historischen Ausgaben der frühen Kaiserreichszeit und werden von Sammlern deutscher Goldmünzen seit Jahrzehnten gesucht.
Viele 20 Mark Gold Stücke des Deutschen Kaiserreichs wurden im Umlauf verwendet oder später eingeschmolzen. Gut erhaltene Reichsgoldmünzen mit klar sichtbaren Details des Herrscherportraits und des Reichsadlers besitzen deshalb bei Sammlern besondere Bedeutung.
Auflage
Die Auflage der Sachsen 20 Mark Goldmünze Johann 1873 mit dem Münzzeichen E beträgt 1.203.304 Exemplare.
Da die Münze nur im Jahr 1873 geprägt wurde, gehört sie zu den klar abgegrenzten frühen Reichsgoldmünzen des Deutschen Kaiserreichs. Gerade Goldmünzen der kleineren deutschen Bundesstaaten wie Sachsen werden innerhalb des Sammelgebiets häufig besonders beachtet.
Die 20 Mark Goldmünze Johann verbindet historische Goldmünzen Sachsens mit der frühen Phase des Deutschen Kaiserreichs. Reichsgoldmünzen des 19. Jahrhunderts gehören bis heute zu den wichtigsten Sammelgebieten deutscher Goldprägungen.
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