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Artikelnummer: 100003826

Deutsches Reich 1000 Mark Reichsbanknote 1910 – Rosenberg 45

  • Serie: Reichsbanknote
  • AU/EF - fast kassenfrisch
  • Abmessung: 187 x 110 mm
  • 1000 Mark
  • Schutzfolie
  • Reichsdruckerei
25,00 €
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Anlass

Die Reichsbanknote 1000 Mark vom 21.04.1910 gehört zu den bedeutenden deutschen Banknoten aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Mit einem Nennwert von 1.000 Mark zählte sie zu den hohen Nominalen der damaligen Reichswährung und war insbesondere für größere Zahlungen und geschäftliche Transaktionen bestimmt. Im Katalog wird die Ausgabe unter Rosenberg 45 geführt.

 

Das auf der Banknote angegebene Datum lautet „Berlin, den 21. April 1910“. Die Gestaltung stammt damit aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs unter Kaiser Wilhelm II. Interessant ist jedoch, dass die Banknote aufgrund ihres hohen Bedarfs auch nach dem Ersten Weltkrieg in unveränderter Gestaltung weitergedruckt wurde. Deshalb können bei Rosenberg 45 auch spätere Nachkriegsausgaben vorkommen.

 

Motiv

Die Vorderseite ist überwiegend in Brauntönen gestaltet und besitzt eine aufwendig verzierte, historisch wirkende Schrift- und Rahmenarchitektur. Die große Wertangabe „1000“ fällt mehrfach ins Auge. Im Zentrum stehen der Schriftzug „Reichsbanknote“ sowie die ausgeschriebene Wertangabe „Ein Tausend Mark“.

 

Unterhalb der Wertangabe befindet sich der für die damalige Zeit typische Zahlungstext. Er weist darauf hin, dass die Reichsbankhauptkasse in Berlin dem Einlieferer der Banknote den Betrag von 1.000 Mark auszahlt. Darunter stehen das Ausstellungsdatum 21. April 1910 und die Bezeichnung „Reichsbankdirektorium“.

 

Die Rückseite zeigt im Mittelpunkt das Reichswappen mit dem Reichsadler. Der Adler befindet sich in einem aufwendig gestalteten Wappenschild und wird von zwei allegorischen weiblichen Figuren flankiert. Die Figuren stehen sinnbildlich für Schifffahrt und Landwirtschaft beziehungsweise Erntesegen. Die Darstellung verbindet damit staatliche Symbolik mit wichtigen Bereichen der damaligen Wirtschaft.

 

Die beiden allegorischen Figuren sind jeweils seitlich des Reichswappens angeordnet und wenden sich dem zentralen Wappen zu. Eine Figur hält ein Ruder und steht damit für die Schifffahrt, während die andere mit einem Füllhorn den landwirtschaftlichen Wohlstand und den Erntesegen symbolisiert. Der reich verzierte Rahmen und die zahlreichen ornamentalen Elemente verleihen der Rückseite ihren repräsentativen Charakter.

 

Details

Die Reichsbanknote 1000 Mark 21.04.1910 wird unter der Katalognummer Rosenberg 45 geführt. Die Banknote besitzt einen Nennwert von 1.000 Mark und hat eine Größe von etwa 187 x 110 mm. Sie wurde auf Papier gedruckt und gehört zu den charakteristischen Großnominalen der deutschen Reichsbanknoten.

 

Die Herstellung erfolgte in der Reichsdruckerei in Berlin. Die Banknote wurde im aufwendigen Kupferdruckverfahren hergestellt. Charakteristisch ist außerdem das strukturierte beziehungsweise gerippte Papier mit eingelagerten Fasern, das zusätzliche Merkmale zur Unterscheidung und Sicherung der Banknote bot.

 

Die Gestaltung stammt von Ferdinand Luthmer und Otto Knille. Die aufwendige Ornamentik, die allegorischen Figuren und das Reichswappen zeigen deutlich den repräsentativen Anspruch, den deutsche Banknoten zu dieser Zeit besaßen. Auch bei einem hohen Zahlungsmittel wie dem 1000-Mark-Schein wurde großer Wert auf eine unverwechselbare und kunstvoll ausgearbeitete Gestaltung gelegt.

 

Unter Rosenberg 45 werden verschiedene Varianten der Ausgabe zusammengefasst. Sie können sich unter anderem hinsichtlich Seriennummern, Unterdruckbuchstaben, Kontrollstempeln und weiteren Merkmalen unterscheiden. Besonders interessant sind die Unterschiede zwischen den ursprünglichen Ausgaben mit roten Kontrollstempeln und späteren Nachkriegsausgaben mit grünen Kontrollstempeln.

 

Die 1000-Mark-Note war ein ausgesprochen hoher Nennwert. Im Zahlungsverkehr wurde sie daher vor allem bei größeren Geldbeträgen eingesetzt. Heute vermittelt die Reichsbanknote einen anschaulichen Eindruck vom deutschen Geldwesen vor dem Ersten Weltkrieg und von der Entwicklung des Papiergeldes während der Übergangszeit vom Kaiserreich zur Weimarer Republik.

 

Für Sammler deutscher Banknoten ist die Reichsbanknote 1000 Mark vom 21.04.1910 besonders interessant, weil sie sowohl mit der Geschichte des Deutschen Kaiserreichs als auch mit der späteren Entwicklung des deutschen Papiergeldes verbunden ist. Die Kombination aus hohem Nennwert, aufwendiger Gestaltung, Reichswappen und allegorischen Darstellungen macht den „Tausendmarkschein“ zu einem markanten Vertreter der deutschen Reichsbanknoten.

 

Auflage

Eine genaue Gesamtauflage der Reichsbanknote 1000 Mark vom 21.04.1910, Rosenberg 45 ist nicht angegeben. Die Ausgabe existiert in verschiedenen Serien und Varianten und wurde aufgrund ihres hohen Bedarfs auch nach dem Ersten Weltkrieg weitergedruckt.

 

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