Anlass
Die Reichsbanknote über 200.000 Mark vom 9. August 1923 gehört mitten in die deutsche Hochinflation. Solche Geldscheine zeigen sehr direkt, wie schnell der Wert des Geldes damals zerfiel. Für Sammler ist genau das der Reiz dieser Ausgabe. Sie steht für eine Zeit, in der immer höhere Nennwerte nötig wurden, obwohl sie im Alltag oft schon nach kurzer Zeit wieder überholt waren.
Der aufgedruckte Betrag wirkt heute hoch, war im Sommer 1923 aber längst kein Zeichen von echter Kaufkraft mehr. Gerade das macht solche Scheine heute so interessant, weil man an ihnen die Geschwindigkeit der Geldentwertung unmittelbar ablesen kann.
Motiv
Die Vorderseite ist schlicht gehalten und zeigt den Text und die Wertangabe auf ornamentalem Hintergrund. Gerade diese nüchterne Gestaltung ist typisch für viele Inflationsscheine des Jahres 1923. Es ging nicht mehr um aufwendige Bildprogramme, sondern darum, hohe Beträge schnell und deutlich in Umlauf zu bringen.
Die Rückseite ist blanko. Das wirkt heute ungewöhnlich, gehört aber genau zu den Merkmalen dieser späten Inflationsausgaben. Für Sammler macht gerade diese Schlichtheit den Geldschein interessant, weil sie die wirtschaftliche und drucktechnische Ausnahmesituation jener Monate besonders gut zeigt.
Details
Es handelt sich um die Reichsbanknote über 200.000 Mark vom 9.8.1923, katalogisiert unter Rosenberg 99. Der vorliegende Geldschein ist kassenfrisch erhalten. Das Format beträgt 115 x 70 mm. Eine Kontrollnummer ist nicht vorhanden. Gedruckt wurde die Banknote auf Banknotenpapier.
Bei dieser Ausgabe handelt es sich um einen Firmendruck. Rosenberg 99 kommt je nach Untervariante mit oder ohne Firmenzeichen vor. Für die genaue Katalogzuordnung ist das wichtig. Die einseitige Herstellung mit blanker Rückseite passt genau zu den einfachen und schnell produzierten Inflationsausgaben dieser Zeit.
Auflage
Eine einzelne belastbare Auflagenzahl lässt sich für Rosenberg 99 ohne genaue Untervariante nicht sinnvoll angeben. Bei dieser Banknote ist für Sammler ohnehin wichtiger, dass Grundnummer, mögliche Untervariante, Firmenzeichen oder fehlendes Firmenzeichen, das fehlende Wasserzeichen und die Erhaltung sauber zusammenpassen. Genau daraus ergibt sich die richtige Einordnung.
Gerade kassenfrische Scheine sind gesucht, weil sie die feinen Details des Druckbildes, des Papiers und der Gestaltung besonders gut zeigen. Bei einem Geldschein aus der Hochinflation ist das für Sammler wichtig.