Anlass
Die Österreich 3 Euro 2026 Der Basilisk ist die vierte Ausgabe der zwölfteiligen Serie Fantastische Fabelwesen. Nach dem Troll (2025), dem Hippokamp und der Elfe (beide 2026) widmet sich die Münze Österreich nun einem der bekanntesten Schreckgestalten der europäischen Sagenwelt: Sein Blick soll töten können, sein Atem gilt als fürchterlich. Bis 2028 folgen noch acht weitere Wesen, darunter Einhorn, Greif, Phönix und Drache.
Herangewachsen, so die Sage, in einem Hühnerei, das von einer Schlange oder Kröte ausgebrütet wurde, treibt der Basilisk seither sein Unwesen. Der Name geht auf das griechische basilískos zurück, die Verkleinerungsform von basileús, König. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere beschrieb ihn in seiner Naturalis Historia als giftige Schlange mit einem kronenartigen weißen Fleck auf dem Kopf; als einzigen Feind nannte er das Wiesel, dessen Geruch das Wesen besiegen könne. Im Mittelalter wandelte sich der Basilisk zum Mischwesen aus Hahn, Schlange und Kröte, wie es auch diese Münze zeigt.
Bis heute rankt sich vieles um die Frage, wie man dem tödlichen Blick entkommt. In J.K. Rowlings Harry Potter und die Kammer des Schreckens tötet der Basilisk mit einem direkten Blick, wer ihm jedoch nur indirekt begegnet, etwa über einen Spiegel, wird stattdessen zu Stein. Genau dieses Prinzip kennt auch die Wiener Sage vom Basiliskenhaus in der Schönlaterngasse: Am 26. Juni 1212 soll im Brunnen des Bäckers Martin Garhiebl ein unbekanntes, tödliches Wesen entdeckt worden sein. Erst ein mutiger Bäckerbursche besiegte es, indem er einen Spiegel in den Brunnen hinabließ – der Basilisk traf sein eigener tödlicher Blick. Auch Schreckgespenster sind eben schreckhaft.
Motiv
Bei Tageslicht zeigt die Bildseite den Basilisken vor einer grauen Steinmauer, wie sie einen Brunnenschacht auskleiden könnte. Kopf, Hals und Flügel sind die eines Hahns: ein roter, gezackter Kamm, ein blau schimmerndes Federkleid, ein gelber, weit aufgerissener Schnabel. Die Flügel spannen sich in Blau- und Goldtönen über die rechte Bildhälfte. Der Rumpf und die Beine sind dagegen die einer Kröte, grün-türkis beschuppt, mit gelben Warzen auf den Oberschenkeln. Nach rechts unten läuft der Körper in einen blauen, schlangenartigen Schwanz aus, der sich über den unteren Bildrand hinaus fortsetzt. Unten links ist, in Gold gedruckt, ein filigranes Ornament zu sehen, das einen kleinen ovalen Spiegel mit silberner, spiegelnder Fläche einrahmt – ein Verweis auf die Wiener Sage. Ein ebenfalls goldfarbenes Perlband säumt den äußeren Münzrand, oben links steht die Jahreszahl 2026, unten rechts, dem Rand folgend, der Schriftzug BASILISK.
Bestrahlt man die Münze mit UV-Licht, verändert sich das Bild vollständig: Aus dem bunten Federkleid wird ein leuchtendes Rot, aus den grün-türkisen Schuppen ein giftiges, strahlendes Grün. Die zuvor graue Steinmauer verschwindet fast vollständig im Dunkel, sodass der Basilisk regelrecht aus dem Nichts hervorzutreten scheint. Auch der Schriftzug BASILISK leuchtet nun in sattem Grün. Der Effekt soll den tödlichen Blick und den üblen Atem des Fabelwesens spürbar machen, wie es die Sage beschreibt.
Die Wertseite, die für die gesamte Serie einheitlich gestaltet ist, zeigt einen reich verzierten Schlüssel, dessen oberer Griff die Form des Buchstabens F annimmt – F wie Fabelwesen. Hinter dem Schlüssel liegt, wie ein Scherenschnitt in vertieftem Relief, eine strahlenförmige Sonne mit feiner Strichstruktur. Rund um den Rand verteilen sich unregelmäßig große, funkelnde Sterne, dazwischen die Umschrift REPUBLIK ÖSTERREICH oben und die Wertangabe 3 EURO unten, beide in einer bewusst verspielten, leicht unregelmäßigen Schrift gehalten.
Details
Die Österreich 3 Euro 2026 Der Basilisk erscheint als vierte Münze der Serie Fantastische Fabelwesen. Der Nennwert beträgt 3 Euro.
Die Münze besteht aus Kupfer-Nickel, wiegt 16 Gramm und hat einen Durchmesser von 34 mm. Sie erscheint in der Ausführung handgehoben und wird in einer Münzkapsel geliefert.
Passend zur Serie sind eine UV-Taschenlampe, mit der sich der Leuchteffekt aller zwölf Münzen sichtbar machen lässt, sowie das von Thomas Brezina gestaltete Sammelalbum Im Garten der Fantastischen Fabelwesen separat erhältlich.
Auflage
Die Auflage der Österreich 3 Euro 2026 Der Basilisk beträgt 65.000 Exemplare.
Diese Stückzahl gilt einheitlich für alle bisherigen und angekündigten Ausgaben der Serie Fantastische Fabelwesen und macht die einzelnen Motive untereinander gut vergleichbar.
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